Muss man denn sein Leben so veröffentlichen
Gestern wurde ich gefragt, muss man denn sein Leben so im Netz veröffentlichen, ich finde das nicht gut.
Ich habe gesagt, es gibt so viele Menschen, unter anderem auch Du, die tagtäglich posten was sie gerade tun, was sie gemacht haben, wo sie jetzt hingehen, mit wem sie jetzt weggehen, da wird mehr oder weniger täglich immer wieder das gepostet was jeden Tag passiert.
Ich habe mich dazu entschieden, diesen Blog und die Facebook-Seite zu schreiben, damit ich andere Menschen informieren kann, was so ein Einschnitt durch eine Krankheit mit einem selbst bewirkt und was es für andere für Auswirkungen haben kann. Meine Beiträge sind Informationen die anderen Menschen zeigen, wie diese Krankheit einen Menschen einschränkt, was passiert wenn Menschen Parkinson und Fibromyalgie haben. Ich beschreibe, wie sie sich dabei fühlen, wie sie oft missverstanden werden und möchte damit aufklären und helfen. Wenn ich jeden Tag schreibe, was Millionen Menschen auch tun, dann hat das keinen großen Informationswert, denn ob Du Dir heute Spiegelei machst oder Rührei, das ist ja deine persönliche Hungerempfindung. Es gibt Menschen die posten ja wirklich jeden einzelnen Gang den sie täglich erledigen. Ich finde mein Leben in diesem Stil im Netz zu veröffentlichen ist eine mutige Entscheidung, die vielen Betroffenen Menschen, aber auch Angehörigen und Menschen die gesund sind einfach Mut zu machen, mit der Krankheit offen und ohne Scheu umzugehen, da man damit meiner Meinung nach viel besser leben kann. Für mich war es wie ich bereits geschrieben habe sehr wichtig, direkt in die Selbsthilfegruppe zu gehen. Die Arbeit mit der Selbsthilfegruppe bringt mir positive Momente und es erfüllt mich mit Stolz, trotz der Krankheit und der negativen Prognose weiterhin positiv zu bleiben und andere positiv zu stimmen.
Der Zuspruch und die vielen positiven Reaktionen die ich in nun etwa 14 Tagen seit mein Blog im Netz ist bekommen habe und täglich bekomme, bestätigen mich in meiner Entscheidung, genau das richtige zu tun.
Es ist ganz normal, dass es auch Zweifler und Gegner dazu gibt, aber das liegt nun mal in der Gesetzmäßigkeit der Polarität. Ohne Nacht gäbe es keinen Tag, ohne Böse gäbe es kein Gutes, ohne Hass gäbe es keine Liebe, ohne negatives gäbe es nichts positives. So ist das nun mal in einer Bipolaren Welt.
Ich habe in meinem Leben schon vieles gemacht, war überwiegend im Vertrieb tätig und habe dadurch an sehr vielen Seminaren teilnehmen dürfen, habe sehr viele hochkarätige Seminare besucht und habe mich dann auch selbst zum Mentalcoach und Personaltrainer ausbilden lassen und in dem Bereich auch schon viele Seminare selbst abgehalten. Ich war immer offen für neue Erfahrungen, so habe ich auch eine Ausbildung in Reiki gemacht und den Reiki Meister abgeschlossen. Danach habe ich noch die Ausbildung zum Geistheiler gemacht.
Was ich damit sagen will, man ist sicher nicht vor irgendwelchen Krankheiten, Situationen im Leben geschützt, aber man kann damit anders umgehen und sieht in allem Negativen doch immer noch etwas positives. Mein Wille zu Leben ist stärker als alles andere.
Ich bin mir sicher, dass viele Menschen die mein Leben gelebt hätten, heute schon nicht mehr da wären, denn das Leben hat mir sehr viele Tiefpunkte und absolute Katastrophen zur Prüfung gegeben. Aber ich habe einen Rat eines Trainers befolgt, der immer wieder sagte, Du darfst fallen, Du darfst scheitern, Du darfst am Boden liegen, das ist alles kein Problem, solange Du immer einmal mehr aufstehst als Du fällst.
Er hatte so recht, ich stehe immer noch und selbst wenn alles noch schlimmer wird ich werde so lange es nur möglich ist weiter aufstehen und andere auch dazu ermutigen.